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Montag, 26. November 2007
Das Tor der Erkenntnis
cut, 01:41h
Das Tor der Erkenntnis
Durchgegangen bin ich bislang leider noch nicht.
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Sonntag, 25. November 2007
Duschkeller
cut, 22:08h
Hier im Haus gibt es einen Duschkeller. Kleine Dusche, Handtuchhalter, Spiegel, nichts besonderes. Diese Dusche wurde aber seit mehreren Jahren nicht mehr genutzt. Bis ich micht traute. Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, nur so viel: Es war kein schöner Anblick, überall Spinnen, fett und hässlich. Vor der Nutzung der Dusche musste ich daher ein größeres Massaker an der dort offensichtlich schon lange hausenden Kolonie vornehmen. Ja, es war ein schmutziger Job, aber einer musste ihn machen. Seitdem überlege ich, wie es hierzulande, in unseren Breiten, zu Spinnen von dieser Größe kommen kann. Was hat sich da, in diesem ganz normalen Düsseldorfer-Keller, abgespielt? Inzest, Kannibalismus, Morde, Mutationen?

Nach der Säuberungswelle
Damit der zweifelnde Leser mir glaubt, werde ich vielleicht ein besonders großes von mir erlegtes Exemplar ausstopfen lassen und dann fotografieren. Um Minderjährige, schwangere Frauen und zarte Gemüter vor dem Anblick zu schützen, stelle ich das Bild dann mit einem Warnhinweis versehen in die Kommentare. Mich plagen aber noch Zweifel. Wie weit darf man gehen?

Nach der Säuberungswelle
Damit der zweifelnde Leser mir glaubt, werde ich vielleicht ein besonders großes von mir erlegtes Exemplar ausstopfen lassen und dann fotografieren. Um Minderjährige, schwangere Frauen und zarte Gemüter vor dem Anblick zu schützen, stelle ich das Bild dann mit einem Warnhinweis versehen in die Kommentare. Mich plagen aber noch Zweifel. Wie weit darf man gehen?
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Freitag, 23. November 2007
Manchmal
cut, 11:25h
Manchmal überkommt mich eine Art Sehnsucht, ein merkwürdiges Fernweh oder Heimweh. Dann würde ich gerne nach Aschaffenburg fahren, mir das Schloss ansehen, nach Schönbusch spazieren, ins Stiftsmuseum gehen, einen Kaffee trinken und ein paar alte Bekannte treffen.


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Freitag, 23. November 2007
Schluss damit
cut, 00:37h
Morgen geht es weiter. Wie auch die Weihnachtsmärkte. Seit heute haben die hier ja geöffnet. Es werden immer mehr scheint mir. Aber für heute ist hier jetzt Schluss.
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Donnerstag, 22. November 2007
Des Dienstleisters Visitenkarte
cut, 00:16h
Give us
a call -
It will
be done
...
Hatte er in den USA auf der Rückseite eines Trucks gelesen und war schwer beeindruckt. Ansonsten eher ein Freund der deutschen Sprache. Aber wenn etwas so schön auf den Punkt komme, dann sei eine Ausnahme auch einmal erlaubt.
a call -
It will
be done
...
Hatte er in den USA auf der Rückseite eines Trucks gelesen und war schwer beeindruckt. Ansonsten eher ein Freund der deutschen Sprache. Aber wenn etwas so schön auf den Punkt komme, dann sei eine Ausnahme auch einmal erlaubt.
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Dienstag, 20. November 2007
Man muss nicht alles wissen
cut, 21:25h
Gerade beim Zahnarzt nicht. Daher war ich ganz froh, dass der Doktor beim Einsetzen meines ersten Implantats eher schweigsam vor sich hinwerkelte. Das Prozedere war mir auch so klar: Erst den Kieferknochen freilegen, ein Loch in den Kiefer bohren und dann dieses Ding da reinschrauben. Laut war es natürlich trotzdem. So ein Loch in den Kiefer zu bohren, Junge, da rumpelts ganz schön in der Birne. Naja, insgesamt war es weit harmloser als ich dachte. Da hätte ich in der Nacht vorher ruhig ein Auge zumachen können. Jetzt ist alles gut vernäht, kaum eine Schwellung und auch keine großartigen Schmerzen. Das Implantat soll jetzt erst mal in Ruhe einwachsen. Dann kommt der Ersatz drauf. Vielleicht verschiebt sich meine Karriere als angehender Mümmelgreis ja doch noch ein wenig nach hinten.
Also, liebe Kinder: Immer schön die Zähne putzen und regelmäßig zum Zahnarzt gehen. Mama hat da ganz recht!
Also, liebe Kinder: Immer schön die Zähne putzen und regelmäßig zum Zahnarzt gehen. Mama hat da ganz recht!
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Montag, 19. November 2007
Wat für ein usselig Wetter
cut, 14:20h
Da jagt man doch keinen Hund vor die Tür.
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Samstag, 17. November 2007
Gespräch im Grill über den Tod
cut, 19:57h
Pommesbude, Düsseldorf-Derendorf* (tut mir auch nicht gut, keine Frage). Ich: "Doppelte Pommes mit Majo bitte." Sie: "Zum Hieressen?" Ich: "Ja, zum Hieressen bitte."

Ein anderer Grill, ein anderer Ort
Außer der Dame hinter der Theke ist nur noch ein weiterer Gast anwesend. Er isst nichts, trinkt aber eine Cola und raucht eine Zigarette. Offensichtlich kennt er die Dame hinter der Theke. Nachdem ich meine Pommes habe, setzt sich die Dame des Hauses zu ihm. Sie fährt fort, von ihm kaum unterbrochen, eine Geschichte zu erzählen.
Sie: "Der Jürgen**. Du kennst doch noch den Jürgen? Da, wo ich in seiner Bude am Stephansplatz gearbeitet habe. Da war was los. Ist Jahre her, als ich da angefangen hab. Der Laden lief. Ich sag Dir. Die Leute standen bis auf die Straße. Kein Witz. Sagenhaft. Bin da gerne gewesen. Viel Arbeit. Ist aber nie langweilig gewesen."
Er: "Der Jürgen? Da hab ich doch auch schon immer die Getränke geliefert. Guter Kunde. Feiner Kerl. Klar kenn ich den noch."
Sie: "Nee, das war der Imbiss am Markt, da in Oberbilk, da haben wir uns doch kennengelernt. Das ist viel länger her. Da bin ich weg und dann direkt zum Jürgen. Weißte doch, Mensch."
Sie macht eine kleine Pause, fährt dann fort: "Was ich aber eigentlich sagen wollte."
Unterbrechung: Kunde kommt rein und will ein halbes Hähnchen zum Mitnehmen.

Noch ein anderer Grill, noch ein anderer Ort
Danach Sie, nachdenklich: "Der Jürgen, den haben wir mit 38 zu Grabe getragen. Danach bin ich da dann auch weg. Hierhin. War schlimm damals, wirklich, war ganz schlimm. Hab den Jürgen gemocht. Guter Chef. Der hatte es ja mit dem Herzen. Mit 38. Muss man sich mal vorstellen. Darum sollte er ja auch operiert werden. Bypass. Der Arzt hat es ihm ja gesagt: Sie brauchen eine Bypass-Operation. Das ist wichtig. Lassen Sie das machen. Er wollte aber nicht. Sagt zu mir: Der Laden, wie soll denn das gehen? Siehst doch, was hier zu tun ist. Da kann ich mich nicht ins Krankenhaus legen. Das dauert Wochen. Das geht doch nicht. Geht einfach nicht. Ich sag zu ihm: Quatsch, dass geht schon. Hauptsache Gesund. Alles andere spielt keine Rolle. Gesundheit ist das allerwichtigste. Pass auf dich auf. Ohne geht nicht. Er hat das nicht einsehen wollen: Nee, geht aber nicht. Nicht jetzt. Und dann meine Frau und die Kinder. Geht einfach nicht. Klar, ist schon wichtig, muss gemacht werden. Aber später. Nächstes Jahr. Im Frühjahr, da sorg ich für, aber jetzt noch nicht... Ich hab es ihm immer wieder gesagt: Lass es machen. Aber er wollt ja nicht auf mich hören."
Sie macht eine Pause, holt eine Zigarette raus, zündet sie an und fährt fort:
"Und dann, er saß da, bei uns im Laden, hat was gegessen. War ja sein Imbiss. Er hat da oft was gegessen in seinem Imbiss. War auch wirklich gut. Er sitz da also und isst was. Und plötzlich läuft er raus. Weg ist er. Ohne was zu sagen. Sein Haus war ja direkt um die Ecke. Schönes Haus. Hatte er sich gekauft. Als die Kinder kamen. Schönes Haus. Alles vom Feinsten. Marmortreppenhaus, ehrlich, alles aus Gold, richtiger Marmor. Und teure Teppiche. Der Imbiss lief ja auch richtig gut. Und er hatte ja auch noch einen anderen Grill. Kurz vor seinem Haus ist er dann zusammengeklappt. War fast zu Hause. Hat er aber schon nicht mehr geschafft. Der Krankenwagen war dann ganz schnell da. Die haben ihn zum Evangelischen-Krankenhaus gefahren, nicht zur Uni-Klinik. Komisch. Obwohl die Uni-Klinik doch viel näher war. Hab ich nicht verstanden. Was soll denn so was? Verstehe ich nicht. Naja. Da, im Evangelischen-Krankenhaus, hat er sich dann noch von neun Uhr bis Mitternacht gequält. Dann hat er die Augen zu gemacht. Schlimm, ganz schlimmer Tag war das."

Und noch ein Grill
Ich hab dann gezahlt und bin gegangen. Feine Frau hab ich gedacht. Und das ist ganz ehrlich gemeint. Die Geschichte kam von Herzen. Kein Zweifel. So eine schöne Stimme kann nicht lügen. Und ich komm bestimmt noch mal wieder.
*Alle Orte sind geändert und frei erfunden.
**Alle Namen sind geändert und frei erfunden.

Ein anderer Grill, ein anderer Ort
Außer der Dame hinter der Theke ist nur noch ein weiterer Gast anwesend. Er isst nichts, trinkt aber eine Cola und raucht eine Zigarette. Offensichtlich kennt er die Dame hinter der Theke. Nachdem ich meine Pommes habe, setzt sich die Dame des Hauses zu ihm. Sie fährt fort, von ihm kaum unterbrochen, eine Geschichte zu erzählen.
Sie: "Der Jürgen**. Du kennst doch noch den Jürgen? Da, wo ich in seiner Bude am Stephansplatz gearbeitet habe. Da war was los. Ist Jahre her, als ich da angefangen hab. Der Laden lief. Ich sag Dir. Die Leute standen bis auf die Straße. Kein Witz. Sagenhaft. Bin da gerne gewesen. Viel Arbeit. Ist aber nie langweilig gewesen."
Er: "Der Jürgen? Da hab ich doch auch schon immer die Getränke geliefert. Guter Kunde. Feiner Kerl. Klar kenn ich den noch."
Sie: "Nee, das war der Imbiss am Markt, da in Oberbilk, da haben wir uns doch kennengelernt. Das ist viel länger her. Da bin ich weg und dann direkt zum Jürgen. Weißte doch, Mensch."
Sie macht eine kleine Pause, fährt dann fort: "Was ich aber eigentlich sagen wollte."
Unterbrechung: Kunde kommt rein und will ein halbes Hähnchen zum Mitnehmen.

Noch ein anderer Grill, noch ein anderer Ort
Danach Sie, nachdenklich: "Der Jürgen, den haben wir mit 38 zu Grabe getragen. Danach bin ich da dann auch weg. Hierhin. War schlimm damals, wirklich, war ganz schlimm. Hab den Jürgen gemocht. Guter Chef. Der hatte es ja mit dem Herzen. Mit 38. Muss man sich mal vorstellen. Darum sollte er ja auch operiert werden. Bypass. Der Arzt hat es ihm ja gesagt: Sie brauchen eine Bypass-Operation. Das ist wichtig. Lassen Sie das machen. Er wollte aber nicht. Sagt zu mir: Der Laden, wie soll denn das gehen? Siehst doch, was hier zu tun ist. Da kann ich mich nicht ins Krankenhaus legen. Das dauert Wochen. Das geht doch nicht. Geht einfach nicht. Ich sag zu ihm: Quatsch, dass geht schon. Hauptsache Gesund. Alles andere spielt keine Rolle. Gesundheit ist das allerwichtigste. Pass auf dich auf. Ohne geht nicht. Er hat das nicht einsehen wollen: Nee, geht aber nicht. Nicht jetzt. Und dann meine Frau und die Kinder. Geht einfach nicht. Klar, ist schon wichtig, muss gemacht werden. Aber später. Nächstes Jahr. Im Frühjahr, da sorg ich für, aber jetzt noch nicht... Ich hab es ihm immer wieder gesagt: Lass es machen. Aber er wollt ja nicht auf mich hören."
Sie macht eine Pause, holt eine Zigarette raus, zündet sie an und fährt fort:
"Und dann, er saß da, bei uns im Laden, hat was gegessen. War ja sein Imbiss. Er hat da oft was gegessen in seinem Imbiss. War auch wirklich gut. Er sitz da also und isst was. Und plötzlich läuft er raus. Weg ist er. Ohne was zu sagen. Sein Haus war ja direkt um die Ecke. Schönes Haus. Hatte er sich gekauft. Als die Kinder kamen. Schönes Haus. Alles vom Feinsten. Marmortreppenhaus, ehrlich, alles aus Gold, richtiger Marmor. Und teure Teppiche. Der Imbiss lief ja auch richtig gut. Und er hatte ja auch noch einen anderen Grill. Kurz vor seinem Haus ist er dann zusammengeklappt. War fast zu Hause. Hat er aber schon nicht mehr geschafft. Der Krankenwagen war dann ganz schnell da. Die haben ihn zum Evangelischen-Krankenhaus gefahren, nicht zur Uni-Klinik. Komisch. Obwohl die Uni-Klinik doch viel näher war. Hab ich nicht verstanden. Was soll denn so was? Verstehe ich nicht. Naja. Da, im Evangelischen-Krankenhaus, hat er sich dann noch von neun Uhr bis Mitternacht gequält. Dann hat er die Augen zu gemacht. Schlimm, ganz schlimmer Tag war das."

Und noch ein Grill
Ich hab dann gezahlt und bin gegangen. Feine Frau hab ich gedacht. Und das ist ganz ehrlich gemeint. Die Geschichte kam von Herzen. Kein Zweifel. So eine schöne Stimme kann nicht lügen. Und ich komm bestimmt noch mal wieder.
*Alle Orte sind geändert und frei erfunden.
**Alle Namen sind geändert und frei erfunden.
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