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Die Zeitansage

Beim nächsten Ton ist es

Unconditional Surrender

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Impressum

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... newer stories
Donnerstag, 23. September 2010
Berappelt
cut, 12:30h
Über ein Jahr ist er jetzt trocken. Merkt man ihm an. Wenn er redet. Wie er aussieht. Wie er jetzt besser auf sich achtet. Toll!

Auffällig immer wieder: Die versoffene Visage bleibt dem Alki lange treu. Die hohle Birne berappelt sich da deutlich schneller. Manchmal zumindest. Und selbst dann ist in Jahren zu rechnen.

Irreparable Schäden gibt es natürlich auch. Glücklich daher, wer in Sachen Verstand noch was zur Regeneration hat. Und wenn Korsakow erst einmal zuschlägt, dann ist eh alles vorbei. Aber auch schon vorher. Auch da ist vieles schon für immer kaputt. Aus und vorbei.

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Sonntag, 19. September 2010
Aufruf
cut, 14:15h
Die Einwohner werden gebeten, Straßen und Häuser zu beflaggen!

Unterrather Hahne-Kirmes, 18. bis 21. September 2010.
St. Sebastianus Schützenbruderschaft e.V. Düsseldorf-Unterrath.


Werde ich gleich natürlich hingehen. 15:00 Uhr ist der große Festzug (An der Piwipp, Kalkumer Straße, Unterrather Straße, Ahornallee, Beedstraße, Hamborner Straße). Danach die Parade auf der Unterrather Straße und der Kronprinzenschuss.

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Paranoia Moda
cut, 10:52h

Paranoia Moda

Ist doch alles nur so eine Mode hier.

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Donnerstag, 16. September 2010
Selbstporträt vor Rettungsboot
cut, 11:36h
Muss jetzt, nach mehr als vier Jahren gesichtslosen Daseins, doch wirklich mal sein. Alles hat ja seine Zeit. So auch das hier. Bunt noch dazu!

Bello e impossibile ... Hätte man dazu gestern sicher noch gedacht. Oder gesagt. Aber falsch!

Klickst Du hier: Ja! Ein Bild! Bunt!

(Nach Klick, weil bunt. Und bunt geht hier auf der Startseite, und sonst eigentlich auch, ja nicht.)

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Sonntag, 12. September 2010
Totsaufen
cut, 02:26h
Totsaufen ist manchmal gar nicht so einfach. Er hat es diesmal sehr ernsthaft und mit Ausdauer versucht. Versichert er glaubhaft. Und er sieht auch so aus. Trotzdem hat es nicht geklappt. Die Einlieferung in die Klapse kam ihm dazwischen. Da haben sie ihn erst einmal wieder trocken gelegt.

Immer nur Pech. Nichts gelingt ihm. Jammert er rum.

Naja. Auf ein Neues. Das wird schon.

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Sonntag, 12. September 2010
11. September
cut, 01:52h
Zusammen mit einem mir wenig angenehmen Kollegen war ich an dem Tag damals schon sehr früh unterwegs. Im Auto von Frankfurt nach München. Wir wollten dort verschiedene Redaktionen besuchen, um eine neue Software zu präsentieren.

Am Anfang lief alles ganz normal. So wie immer. Zur vereinbarten Uhrzeit waren wir im vereinbarten Termin und spulten unser Programm ab. Auf dem Weg zum dritten Termin, alle in der Innenstadt von München, schalteten wir dann das Autoradio ein. Der Redakteur berichtete aus New York. Behauptete er zumindest. Flugzeuge, Wolkenkratzer, Katastrophe ... Klar. Ein Witzbold. Da es eine von diesen Dudelwellen war, haben wir ihm seine Geschichte nicht geglaubt.

Ist sicher Verarschung. Kann ja nicht sein. Krieg der Welten, die Marsmenschen sind gelandet, schon klar. Oder?

Also schnell einen seriösen Sender gesucht. DLF. Und dort einen ähnlich klingenden Bericht gehört. Richtig glauben konnten wir es trotzdem nicht. Naja. Beim nächsten Termin saßen in der Redaktion dann natürlich alle vor den Fernsehern. Und der Rest ist ja bekannt.

Trotz allem haben wir die Tour durchgezogen. Genau so, wie geplant. Da haben wir also die neuen Funktionen in Buchhaltung und Warenwirtschaft erklärt, während in New York die Türme des World Trade Centers einstürzten.

Damals. Vor Jahren.

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Mittwoch, 8. September 2010
Geht ihm gut
cut, 23:25h
Sehr gut sogar. Schon lange. Sagt er. Kein Alk. Keine Drogen. Kein Sex.

Glaube ich ihm. Ungesehen. Aufs Wort.

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Paranoialand bleibt in Erzählerhand!
cut, 23:12h

Singles on Speed

... Hallo cut-up ...

... Die Tour von mark793 - schönen Gruß - war eine Wintertour von mir ... Dieses Jahr ... In Januar und Februar ... Als der viele Schnee lag ... Und es kaum Strecken gab im welligen Terrain ...

... Die Steigung nach Hochdahl, liebes cut-up, ist nicht zu leicht ... Mit dösen am Rhein kommt man da später nicht hinauf ... Dafür ist die Abfahrt von Hochdahl nach Erkrath-Stadt umso schöner ... Es rollt die ganze Zeit ... Und zwar auf einer Straße ohne Schlaglöcher ... Kannst sogar verzagt die Pedale treten ... Das heißt was ... Das schreibt Dir ein lausiger Abfahrer ...

... Ich bin im Winter übrigens mit einem Single-Speed-Fahrrad gefahren ... Mit Stahlrahmen ... Und die Übersetzung ist 48-20 ... Ist nicht so leicht ... Aber man will im Winter ja Kraft aufbauen ... Oder bei den Professionals: Eben diese halten ...

... Hoch nach Hubbelrath finde ich einen Tick schwerer als vom Neandertal nach Hochdahl ... Weil es oben nicht flach wird ... Sondern immer noch ein bisschen weiter bergauf geht ... Keine schnelle Erholung ... Allerdings: Beide Steigungen sind mit Auffahrten nach Ronsdorf nicht zu vergleichen ...

... Ich kann nicht sagen, ob Stahlrenner seltener gegrüßt werden ... Denn ich Grüße normalerweise von selbst ... Habe ich das hinter mir ... Als Beobachtung für edle Koga Miyata im old school Stahl-Ersatzrahmen kann ich empfehlen, die Trittfrequenz zu erhöhen, wenn wer vorbei radelt ... Und dann die Einbildung spielen lassen, dass nun mehr Radler grüßen ...

... Und wer sich ansprechen lässt ... Und nebeneinander fährt ... Der sollte ein Messgerät am Fahrrad haben ... Und vielleicht noch einen Messer am Arm ... Ansonsten kommt die unerwartete, den Gesprächsfluss nicht Fahrt aufnehmen lassende Variante von mir: „Habe ich nicht“ ... Als einer von zwanzig Radlern, die es nicht haben ... Dann wird meistens fortgesetzt über Fahrgeschwindigkeit und Schnitt ... Und wenn, dann kommt von mir: „Geschwindigkeit ist mir egal ... Fahre einfach so“ ... Danach wird es eng mit einem Gespräch ...

... Ansonsten bin ich nach Neukirchen gefahren ... Bei der Seidenstadt ... Teil Hüls ... Und auf dem Rückweg an der Rettungsplattform an der Messe vorbei gekommen ... Dort stand nur ein Auto drauf rum ... Das beschaute ich mir näher ... Und dort sah ich, so schien es mir fast, cut-up ... Scheinbar vor kurzem erwacht ... Ohne Rad ...

... Schlafe selig ...
... Der Erzähler …

Vielen Dank, fitter Erzähler!
cut

(Die Drohung: ... Ich versuche noch immer, den Fotographanten zu erreichen, der cut-up dösend auf der Rettungszufahrt liegen sah ... Die Antwort: Viel Erfolg. Bin gespannt, wer es war. Da ich es ja, ganz eindeutig und ganz ohne Zweifel, nicht war. Auch nicht mit Auto.)

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Freitag, 3. September 2010
Nicht direkt – aber trotzdem: Der Erzähler!
cut, 13:19h

Räder rollen

... Nicht direkt hoch – trotzdem Ronsdorf ...

... Liebes cut-up ...

... Diesmal ging es aus Klein-Paris los nach ‚Weh-Tal’ … Und damit rund fünfunddreißig Kilometer einrollen ... Es war auch eine andere Steigung als im Juni bei dem Marathon ... Aber nach Ronsdorf hoch muss man doch ... Dieses Mal war es an der Universität der Stadt – ‚Mäx Hörkheimer’, so stand es genau auf den Straßenschildern …Und oben die Abzweigung nach Ronsdorf … Andere Richtung nach Cronenberg ...

... Es ist eine andere Steigung als die legendäre Steigung …Ohne einrollen … Vor dem Marathon … Dennoch, hoch nach Ronsdorf muss man eben ... Und das schwerste Stück kommt noch … Nach der Universität ... In einem Wohnviertel, wo man auf einen Kreisverkehr kommt … Und dann denkt: Bitte nicht genau geradeaus, diese Nebenstraße weiter, noch steiler hinauf … Und genau da geht es entlang ... Jetzt weiß ich auch, warum keiner mit mir dorthin fahren wollte ... Wer es selber Mal versuchen möchte: Wenn man über eine Autobahn kreuzt, dann hat man es geschafft ...

... Danach geht es durch ein Waldstück in eine Senke … Und wieder hinauf nach Ronsdorf … und man kommt ziemlich nah am Startort im Stadtteil Ronsdorf aus … Dieser mit dem malerischen Namen ‚An der Blutfinke’ ...

... Dort regnete es schon ... Angefangen hatte es in der Senke des Waldstücks ... Ob ich von der Wupper hochgefahren wäre, wenn es schon geregnet hätte … Wer weiß ...

... Von der Blutfinke aus fuhr ich die Vierzigkilometerrunde ... Dabei waren einige Straßen, die mir vom Marathon bekannt waren ... Dabei auch – und mir nicht bekannt oder vergessen – eine lange Steigung nach Remscheid ... Diese ist aber gleichmäßig … Nicht so steil … Und kein Vergleich mit der Steigung aus dem ‚Weh-Tal’ … Mit der dort sich in nicht vorstellbaren Jahren eingegrabenen Wupper ...

Angenehm war es dazu, dass es nur am Anfang des kontinuierlichen Weges dort hinauf noch regnete ... Es hatte die ganze Strecke, seit der Senke, mit starker oder weniger starker Intensität, sich mehrmals abwechselnd, geregnet ... Oben angekommen, ging es bald mit leichtem Regen weiter ... Erst als Wuppertaler Außenbezirke – keine Ahnung welche – zehn Kilometer vor Ende der Runde erreicht wurden, gab es nix mehr auf die nasse Regenjacke … Nur noch von unten auf die Schuhe ...

... Ich verfuhr mich auch nicht mehr ... Der Höhepunkt dabei am Anfang, als ich einfach in die falsche Richtung losfuhr … Und dann wieder zurück ... Einer Frau war das Gleiche unterlaufen … Im Startregen … Und so war schon nach hundert Metern Kehrtwende für mich … In die andere Richtung ... Ich blieb vorsichtshalber in der Nähe der Dame – und bei einem sich später auch in der Nähe befindlichen Radler ... Verfahren – unbekannte Straßen – Regen – erkalten durch Anhalten – ließen mich vorsichtig sein … Anti-Erkältung ...

... Zurück ging es mit dem angenehmen Gefühl, nach dem kurzen Intermezzo mit der Senke, eine Abfahrt zur Wupper zu haben ... Es ging dann über die Wupper nach Klein-Paris ... Nützenberg – Varresbeck – Wieden – Dornap ... Es ging nicht unten am Fluss … Zum Strom … Dem Rhein ...

... Über Hahnenfurth wurde Wuppertal verlassen … Traditionsgemäß wird die Stadt über eine Steigung verlassen ... Mettmann – Neandertal – Erkrath – Gerresheim – ist der weitere Weg ... Anders herum war der Hinweg gewählt worden ...

... Insgesamt eine unangenehme Fahrt ... Nachdem der Wettergott Jupiter eigentlich nur mögliche Schauer, und vielleicht mal ein Gewitter, versprochen hatte... Da dürfte ich ihn wohl irgendwie erzürnt haben ... Zum Glück hielt Gesundheitsgöttin Cardea zu mir ...

Nachtrag

... cut-up soll auf der Rettungsweg-Plattform am Rhein bei der Messe gesehen worden sein ... Das Rad beiseitegestellt, dösend ... Statt, wie geschrieben, zur Kaiserpfalz geradelt zu sein ...

... Gute Fahrt! ...
... Der Erzähler …

Vielen Dank, Erzähler!
cut
(Momentan, irgendwie, doch, oder, nein, doch nicht, dösend …)

(Denn! Skandal: Dösend gesichtet! Die Antwort: Stimmt gar nicht. Ohne stichhaltige Belege durch die Gurgel-Satellitenaufklärung oder deren Spähfahrzeuge leugne ich alles!)

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Mittwoch, 1. September 2010
Pünktlich
cut, 11:08h
Pünktlich zum 1. September. Ist er da. Nebel. Über dem Mittelrhein. Es wird Herbst. Keine Frage. Scheinbar. Egal. Auch schön. Morgen dann München. Goldener September. Aber immer noch keine Spur von der Revolution. Der Großen. Letzten. Auch Mist.

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?Im übrigen bin ich der Meinung, daß dieser Staat zerstört werden muß.?

Rosa Luxemburg

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