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Freitag, 31. Dezember 2010
Das war 2010
cut, 07:45h
Höchste Zeit für einen Jahresrückblick. Ist ja nun bald rum. Dieses Jahr hier. Also.
2010 war schon O.K. Keine Dramen. Keine Sensationen. Habe folglich auch nicht zu klagen. Ein Jahr der Kategorie "Guter-Durchschnitt". Immerhin. Was will man mehr. Darf 2011 so bleiben.
Ansonsten: Euch /Ihnen natürlich ein richtig gutes Jahr 2011!
2010 war schon O.K. Keine Dramen. Keine Sensationen. Habe folglich auch nicht zu klagen. Ein Jahr der Kategorie "Guter-Durchschnitt". Immerhin. Was will man mehr. Darf 2011 so bleiben.
Ansonsten: Euch /Ihnen natürlich ein richtig gutes Jahr 2011!
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Donnerstag, 30. Dezember 2010
Basics
cut, 07:37h
„Jede kritische Theorie marxistischer Struktur setzt (nach Kofler) einen exakt definierten Begriff des Menschen, eine exakte Definition seines eigentlichen Wesens voraus. Diesen Begriff zu formulieren und eine solche Definition zu finden, ist die Aufgabe der Anthropologie.“
(Günter Brakelmann: Anthropologie und Humanismus bei Kofler. Eine Darstellung. 2001)
(Günter Brakelmann: Anthropologie und Humanismus bei Kofler. Eine Darstellung. 2001)
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Sonntag, 26. Dezember 2010
Trockenblog
cut, 19:05h
Muss auch mal wieder sein. Damit es hier nicht zu trocken wird. Direkt aus dem nassen Leben. Also. Neues aus dem Trockenblog:
Seinen Rollator lässt der schwer versoffen aussehende Kerl vor der Tür stehen. Er ist wohl auf einen guten Eindruck bedacht. Den er allerdings auch ohne seine Gehhilfe nicht macht. Viel zu jung für so einen Apparat ist er allerdings. Auch daher wohl sein Ehrgeiz. Naja. Quält sich zu einem freien Stuhl am Tisch. Und brabbelt. Das schmale Hemd.
„Bin ja trocken.“
Haha. Amüsiertes Gelächter. Dann sei ja alles O.K. Ansonsten solle er jetzt die Klappe halten. Wenn er was sagen wolle, könne er sich ja melden. Dann sei er sofort dran. So als Neuer.
„Trocken. Jawoll.“
Sagt er noch. Dann hält er tatsächlich den Mund. Zittert sich ein Päckchen Tabak aus der Tasche. Danach die Blättchen. Dreht sich angestrengt eine Zigarette. Zündet sie aber nicht an. Ein anderes Vergnügen lockt. Er greift in die Innentasche seine Jacke. Flasche Bier.
„Nee. Das ist kein Bier. Sieht nur so aus. Ist was anderes drin. Vom Arzt. Vom Arzt verschrieben. So was Gelbes.“
Na klar. Und er sei wohl das Christkind. Entweder die Pulle ginge jetzt raus, oder er. Könne er sich aussuchen. Ganz schnell. Ruckzuck. Irgendwie so geht dieser schlechte Filmdialog.
„Ist vom Arzt!“
Logisch. Reine Medizin. Also? Die Pulle? Oder lieber er? Er entscheidet sich für die Pulle. Bleibt also. Hat nämlich noch Pläne. Die er auch umsetzt. Er fängt an zu jammern.
„Ich brauch Hilfe! Hilfe!“
Ein paarmal. Mit Rhythmus und Takt. Womit er allerdings keinen großen Eindruck macht. Im Gegenteil. Still soll er sein. Ruhe jetzt. Das ist die einzige direkte Reaktion.
Leiden kann ihn ja keiner. Den nassen Alki. Trockene Alkis verachten ihn aber ganz besonders. Vermute ich fast. Manchmal. In diesen gewissen Momenten.
Aber egal. Geholfen wird ihm dann doch: Morgen wieder. Ab 14:00 Uhr sei hier auf. Und er solle vorher nicht so viel saufen. Sonst habe das ja alles wieder keinen Sinn.
Seinen Rollator lässt der schwer versoffen aussehende Kerl vor der Tür stehen. Er ist wohl auf einen guten Eindruck bedacht. Den er allerdings auch ohne seine Gehhilfe nicht macht. Viel zu jung für so einen Apparat ist er allerdings. Auch daher wohl sein Ehrgeiz. Naja. Quält sich zu einem freien Stuhl am Tisch. Und brabbelt. Das schmale Hemd.
„Bin ja trocken.“
Haha. Amüsiertes Gelächter. Dann sei ja alles O.K. Ansonsten solle er jetzt die Klappe halten. Wenn er was sagen wolle, könne er sich ja melden. Dann sei er sofort dran. So als Neuer.
„Trocken. Jawoll.“
Sagt er noch. Dann hält er tatsächlich den Mund. Zittert sich ein Päckchen Tabak aus der Tasche. Danach die Blättchen. Dreht sich angestrengt eine Zigarette. Zündet sie aber nicht an. Ein anderes Vergnügen lockt. Er greift in die Innentasche seine Jacke. Flasche Bier.
„Nee. Das ist kein Bier. Sieht nur so aus. Ist was anderes drin. Vom Arzt. Vom Arzt verschrieben. So was Gelbes.“
Na klar. Und er sei wohl das Christkind. Entweder die Pulle ginge jetzt raus, oder er. Könne er sich aussuchen. Ganz schnell. Ruckzuck. Irgendwie so geht dieser schlechte Filmdialog.
„Ist vom Arzt!“
Logisch. Reine Medizin. Also? Die Pulle? Oder lieber er? Er entscheidet sich für die Pulle. Bleibt also. Hat nämlich noch Pläne. Die er auch umsetzt. Er fängt an zu jammern.
„Ich brauch Hilfe! Hilfe!“
Ein paarmal. Mit Rhythmus und Takt. Womit er allerdings keinen großen Eindruck macht. Im Gegenteil. Still soll er sein. Ruhe jetzt. Das ist die einzige direkte Reaktion.
Leiden kann ihn ja keiner. Den nassen Alki. Trockene Alkis verachten ihn aber ganz besonders. Vermute ich fast. Manchmal. In diesen gewissen Momenten.
Aber egal. Geholfen wird ihm dann doch: Morgen wieder. Ab 14:00 Uhr sei hier auf. Und er solle vorher nicht so viel saufen. Sonst habe das ja alles wieder keinen Sinn.
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Samstag, 25. Dezember 2010
Frohe Weihnachten!
cut, 13:49h
Also. Ich wünsche ein frohes Fest und gute Tage!

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Dienstag, 21. Dezember 2010
Joseph Beuys. Parallelprozesse
cut, 21:17h

Den ganzen Beuys fotografieren
Die Ausstellung will ihn natürlich erfassen. Nicht fotografieren. Aber da kann ich nicht mithalten. Bin ja kein Künstler. Und fühle mich auch nicht berufen, groß darüber zu reden. Über die Kunst. Schief ist das Foto ja außerdem noch. Naja. Egal. War heute im K20, der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Joseph Beuys. Parallelprozesse. 11. September 2010 bis 16. Januar 2011. Bis zum 16. Januar also nur noch. Wer hin will, der muss sich sputen. Details finden sich hier: Joseph Beuys. Parallelprozesse. Alles im Rahmen der Quadriennale 2010.
Ich war heute also da. Und bin beeindruckt. Schwer. War toll. Ehrlich! Und natürlich kein Wunder:
"Einer der weltweit innovativsten und einflussreichsten Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts."
Konnte man in einem der ausgelegten Prospekte lesen. Und dann wird es ja wohl so sein. Daher blättere ich jetzt auch weiter im Katalog.
Mein Fazit: Highly recommended! Wie wir Lateiner ja so passend sagen. Dicke Empfehlung also von mir.
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Samstag, 18. Dezember 2010
Nur kurz
cut, 13:16h
Urlaub. Juhu!
(Um es mal wieder im Twitterjunkstil zu sagen.)
(Um es mal wieder im Twitterjunkstil zu sagen.)
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Samstag, 11. Dezember 2010
Weihnachtsflair
cut, 07:28h
Es fehlt hier ja ganz eindeutig an Weihnachtsflair. Dem werde ich nun begegnen. Mit einem Weihnachtsbaum. Schlicht. Aber schön. Ein Geschenk vom alten Onkel Scrooge. Der guten Seele. Mutter der Nation. Spendet sicher auch bald 50 Prozent seines Vermögens. Aber nicht versaufen, liebe Leute! Investiert lieber in die Zukunft. Kurse in Mandarin beispielsweise.


Weihnachtsbaum neben dem Schauspielhaus, Düsseldorf Mitte



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Donnerstag, 9. Dezember 2010
Erörterungen zur Ritzelfrage der Radfahrenden-Klasse in Deutschland
cut, 22:21h

Blatt und Ritzel
"Keine Panik, Du hast nix zer-cut-up-ed bei den Ritzeln."
So der Kommentar des Erzählers zu einer kleinen Anmerkung von mir. Immerhin. Mehr aber auch nicht. Und da ich nun wirklich kein Experte in der Sache bin. Hier sein Bericht von der Ritzelfront. Also, lieber Erzähler: Dickes Dankeschön! Nur dank ihm war dieser kleine Text möglich. Er brachte mir Licht an das Rad und erhellte so die Welt zwischen Heldenkurbel und Kette links. Zum Großteil habe ich seinen Beitrag daher einfach kopiert. Fehler im Text gehen natürlich ausnahmslos auf meine Kappe.
Die Ausgangslage
Blätter sind vorne und Ritzel sind hinten. Sie bestimmen mit ihrer unterschiedlichen Größe die zurückgelegte Wegstrecke je Umdrehung. Wird der Unterschied zwischen ihnen kleiner, wird weniger Weg mit einer Umdrehung zurückgelegt. So einfach ist das. Hoffe ich.
Welcher Gang gefahren wird, hängt damit von der Kraft, der Ausdauer und dem gewünschten Tempo ab. Und dazu gleich ein Tipp: Bei einer Ausfahrt sollte man mit einem kleinen Gang, also relativ vielen Umdrehungen, anfangen. So fährt man sich schnell warm. Danach geht es dann auf das große Blatt. Zumindest dann, wenn es flach ist und nicht zu viel Wind von vorne auf die Nase kommt. Gleichmäßiges treten empfiehlt sich dabei immer. Am Ende, vielleicht so fünf Kilometer vor dem Ziel (bei schweren Ausfahrten auch zehn oder gar 15 Kilometer), geht es wieder auf das kleine Blatt. Und es wird fleißig gedreht. So wird Laktat abgebaut. Dann sind die Beine nicht so schwer nach der Fahrt. Und am nächsten Tag geht es leichter wieder in den Sattel. Das gilt zumindest für normale Touren. Bei Intervallfahrten sieht die Sache manchmal anders aus. Einrollen und ausrollen empfiehlt sich da aber auch.
Die Übersetzungen
Die Heldenkurbel mit 42 Zähnen vorne ist bei neueren Rennrädern nur noch selten zu finden. Meist wird heute ein Blatt mit 39 Zähnen gewählt. Das größere Blatt hat, damals wie heute, üblicherweise 52 Zähne. Manche Radler, die weniger fahren und sich trotzdem auskennen, wählen auch schon mal eine Scheibe mit 50 Zähnen. Sie denken, dass sie nicht so viel Kraft und Ausdauer aufbauen werden. Und daher die 50 Zähne. Experten!
Arbeitssportler wählen meisten 53, manchmal auch 54 Zähne. Hinten geht es runter bis zu Ritzeln mit 11 Zähnen. Rauf geht es bis zu 28 Zähnen. Vermutlich ist dafür aber nicht mehr jeder Geber geeignet. Die kriegen die Kette dann nicht mehr auf das Ritzel drauf. Geber ist der Steller, also die Schaltung hinten, der die Kette auf das gewünschte Ritzel hebt. Vorne heißt das Ding, also die Schaltung vorne, Umwerfer. Das kleinste mir bekannte Blatt vorne hat 34 Zähne. Das gibt es wohl nur zusammen mit einem 50 Zähne Blatt. 34 Zähne und 50 Zähne zusammen wird Kompaktkurbel genannt. Kette rechts, wie bisweilen empfohlen, ist so ein Ding. Bei langen Touren ist 52-17 auf Dauer schon schwer genug. Falsch eingeteilt fehlt am Ende die Kraft. Bei kürzeren Ausfahrten kann so eine Übersetzung natürlich auch die richtige sein. Da geht eigentlich aber alles, manchmal sogar Kette links. Obwohl das eigentlich was für längere Touren mit starken Anstiegen ist. Wer Mut hat, der kuckt dazu http://www.kette-links.de an.
Auf Tour
Bei 39 Zähnen vorne reichen hinten 23 Zähne völlig aus. Maximal. Der Rest ist allerdings Hobbyfahrer. Mallorca im Frühjahr, auch durch die Berge, fährt der Profi mit 42 zu 21. Die Heldenkurbel. Auch Rietberg in Solingen, mit einem Durchschnitt von 11,7 Prozent Steigung auf 700 Metern. Ähnlich auch eine Steigung in Essen-Werden. Und gemütlich damit der Dönberg in Wuppertal. Wahrscheinlich auch die Wilhelmshöhe in Langenberg. Und Ronsdorf auch. All das können Arbeitsradsportler mit dieser Übersetzung schaffen. Andere können bei solchen Steigungen dann umfallen.
Hier in der Gegend, Düsseldorf und Umgebung, ist alles mit der Winterbahnkurbel, 48 zu 20, zu schaffen. Auch Fischbachtal zwischen Knittkuhl und Homberg sowie die Waldsteigung von Hösel hinauf auf das Plateau nach Homberg.
So weit dazu. Der Vorhang fällt. Und alle Bahnen offen.
Danke, lieber Erzähler!
cut
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