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Sonntag, 23. September 2012
Morgen Potsdam
cut, 21:58h
Gute Nacht.

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Donnerstag, 20. September 2012
Leo Kofler im Urteil von Zeitgenossen
cut, 11:27h
Nur zwei Beispiele. Von hier: Leo Kofler im Urteil von Zeitgenossen. Da findet sich natürlich noch erheblich mehr. Johannes Agnoli, Iring Fetscher, Ernest Mandel oder Oskar Negt etwa.

"Dialektisches Denken ist mehr als Sich-Vergewissern von dem, was auch ohne es ist. Denn es weiß sich stets als Moment dessen, was es begreift. Es kann daher gerade für den dialektischen Materialismus keine einseitige Ableitung des Bewusstseins aus dem ökonomischen Sein geben, dergestalt, dass dieses als schlechthinige causa sui alles andere determinierte. Vielmehr macht es das Wesen der menschlichen Verhältnisse aus, eben die Verhältnisse von handelnden, mit Bewusstsein begabten und ihre Zwecke verfolgenden Menschen zu sein. Marxismus ist somit der von einer rein kontemplativen Beziehung des Denkens zum Sein weit entfernte Versuch einer historischen Selbsterkenntnis des produktiven Subjekt-Objekts der Gesellschaft. Dies gilt in besonderem Maße für das Denken Leo Koflers, das wie schon Lukács' Geschichte und Klassenbewusstsein der Wiederbelebung einer marxistischen Dialektik gewidmet ist."
(Ernst Bloch, 1977, Für Leo Kofler, in: Ernst Bloch u.a. (Hrsg.): Marxismus und Anthropologie, Festschrift für Leo Kofler, Bochum 1980, S.27.)

Und das hier muss natürlich auch noch sein:

"Dass Sie mit der Frankfurter Richtung auf Kriegsfuss stehen, ist nur eine Ehre für Sie."
(Georg Lukács, 1965, Brief an Leo Kofler vom 30.4.1965.)

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Dienstag, 18. September 2012
Unterwegs
cut, 21:34h

ZugCafé

Man kommt rum. Man sieht was von der Welt. Weitet den Horizont. Und sitzt doch fast immer nur so da. Manchmal aber, an guten Tagen, immerhin im ZugCafé.

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Sonntag, 16. September 2012
Wieder ein Jahr rum
cut, 23:22h

Schützenzug

Hahne-Kirmes in Unterrath. Letztes Schützenfest des Jahres in Düsseldorf. Es wird Herbst.

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Freitag, 14. September 2012
Alte Scheiße
cut, 11:54h
Meine Fresse. So war das damals. Ich kleine Leuchte bin, denke ich, nirgendwo drauf. Aber ein paar alte Pappnasen (Tschuldigung) erkennt man schon wieder. Viel Duisburg/Düsseldorfer-Gesocks. Aber auch Leute von ganz weit weg.

Fotos, Fotos.

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Donnerstag, 13. September 2012
Rubrik Trostlose Orte
cut, 00:33h
Morgen dann wieder. Viel Spaß so lange. Benehmt Euch. Und Sie sich auch. Dass mir hier keine Klagen kommen.

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Dienstag, 11. September 2012
Geierschnabel
cut, 12:55h

Chamäleon

Geierschnabel oder Chamäleon. Hauptsache Unterrad.

(Schleuderzunge heißt das übrigens. Wieder was gelernt.)

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Samstag, 8. September 2012
Trockenblog
cut, 19:02h
Wie halt ichs mit der Wahrheit. Das fragen sich nach erfolgreicher Trockenlegung ja viele ehemalige Suffköppe. Meine Name ist X und ich bin Alkoholiker. Muss man sich ja selber erst einmal eingestehen. Will ja keiner gerne sein. Kein Sexappeal so eine Profession. In der Reputation irgendwo zwischen Kojoten, Klapperschlangen, Busengrapschern und Kopfgeldjägern. Bestenfalls.

Wie geht Mensch damit also um. Offensiv? Klappe halten? Ich trinke nichts, denn ich bin trockener Alkoholiker? Oder: Nee, heute nicht, ich muss noch fahren?

Schwierig zu entscheiden. Offener Umgang hat einen großen Vorteil. Die Sache ist klar. Kaum einer kommt dann noch mit diesen Sprüchen ala: Komm, ein Bierchen wird schon gehen, schließlich habe ich heute Geburtstag, ist Weihnachten, Sylvester, Jubiläumsfeier, Vollmond oder sonstwas. Ein großer Vorteil. Eindeutig weniger Stress auf Veranstaltungen, wo Alk auf dem Tisch steht und gesoffen wird. Zudem fühlt Mensch sich besser, wenn er zu seiner Geschichte stehen kann. Das ewige Lügen gehört ja eher in die nasse Zeit (btw.: Trau keinem nassen Alki. Nie! Aber das nur am Rande.).

Kommt natürlich auch darauf an, mit wem man es zu tun hat. Bei guten Freunden oder in der Kernfamilie, Vater, Mutter, Kind, wird meist schon klar gesagt, was Sache ist. Im weiteren Familien- und Bekanntenkreis oder gegenüber Kolleginnen und Kollegen in der Firma dagegen eher nicht. Auch dafür gibt es gute Gründe. Gibt ja nichts, was nicht mit Freuden gegen den lieben Nächsten in Position gebracht wird. Um ihm mal so richtig einen zu verpassen. "Sie wissen aber schon, der Kollege X, der ist ja ein Säufer. Hier trinkt er zwar nie was. Sagt er wäre trocken. Und vielleicht stimmt es ja auch. Aber das kippt ja doch schnell. Solche Leute, die sind ja eher haltlos. Nicht belastbar. Von daher würde ich doch empfehlen ...".

Wie auch immer. Muss letztlich jeder selber wissen. Patentrezepte gibt es nicht. Offener Umgang macht das Leben leichter. Aber irgendwer wirds vermutlich irgendwann mal einsetzten. Worauf der Betroffene, wenn er es denn mitkriegt, natürlich immer noch reagieren kann.

Naja. Hauptsache trocken. Das sind ja schon einmal die berühmten 51 Prozent. Alles andere egal.

(Höre beim getippse hier gerade Canto Ostinato von Ten Holt. Minimal Music oder idyllischer Kitsch. Keine Ahnung. Aber egal. Klasse ist das. In meinen Ohren. Und Musik geht mir mittlerweile ansonsten zumeist am Arsch vorbei.)

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?Im übrigen bin ich der Meinung, daß dieser Staat zerstört werden muß.?

Rosa Luxemburg

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