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Montag, 19. November 2012
cut, 20:03h

„Als zeitweiliges Mitglied einer sektiererischen linken Gruppierung bekämpfte er die Institutionen der bürgerlichen Kultur wie Museen und Opernhäuser."
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Samstag, 17. November 2012
Trockenblog
cut, 12:16h
Totgesoffen. Wie erwartet. Irgendwie. Keine Überraschung daher. Eigentlich. Die Art und Weise des Finales dann aber doch. Würdelos. Wirklich. Saubere Leistung. Gratuliere.

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Mittwoch, 14. November 2012
Es gab da mal diesen Film
cut, 11:57h
Aus Frankreich. Lang ist es her. Damals. Als ich noch jung war. Sehr jung sogar. Und in diesem Film nun. Ja. Da war dieses Mädchen. Hinreißend. Einfach hinreißend! Aus Frankreich war der Film. Daher wurde darin auch gegessen. Sehr vornehm natürlich. Und dieses Mädchen, damals war das wirklich noch so, es aß auch etwas. Es nahm die Gabel, spießte etwas auf und aß es. Tatsächlich! Man glaubte es kaum.
Hört sich für manchen Ignoranten vielleicht nicht sehr spektakulär an. War es aber. Das Mädchen. Die Gabel. Das Aufspießen. So gelangweilt, blasiert, hochnäsig. Hinreißend! Es war natürlich sofort um mich geschehen (wie gesagt, ich war noch sehr jung, da passieren solche Dummheiten).
Wie auch immer. Die Szene habe ich jedenfalls nie vergessen. Bis heute nicht. Nachahmen konnte man diese Geste übrigens nicht. Das geht so nur im Kino. Es wirkt vermutlich auch nur bei Frauen so nett. Aber da kann ich mich täuschen.
Wie der Film hieß? Wie das Mädchen hieß? Ich weiß es nicht mehr. Keinen Schimmer. Ich glaube sogar, ich habe es nie gewusst. Vermutlich habe ich mich nicht zu fragen getraut. Ist doch immer das gleiche Elend. Nebenbei bemerkt. Der Film war aber ganz sicher aus Frankreich. Oder vielleicht doch aus Italien? Jedenfalls Europa. Keine Amerikanerin. Nein. Bestimmt nicht. Italien? Auch nicht. Er war aus Frankreich. Aber was weiß ich.
Eines zumindest wüsste ich gerne. Wer das junge Mädchen wohl war. Und wie der Film wohl hieß. Jemand eine Ahnung? Diese hinreißende Szene mit der Gabel. Erinnert sich jemand? Das muss doch in die Filmhistorie eingegangen sein. Mindestens in die Filmhistorie. Kann ja nicht anders sein.
Hört sich für manchen Ignoranten vielleicht nicht sehr spektakulär an. War es aber. Das Mädchen. Die Gabel. Das Aufspießen. So gelangweilt, blasiert, hochnäsig. Hinreißend! Es war natürlich sofort um mich geschehen (wie gesagt, ich war noch sehr jung, da passieren solche Dummheiten).
Wie auch immer. Die Szene habe ich jedenfalls nie vergessen. Bis heute nicht. Nachahmen konnte man diese Geste übrigens nicht. Das geht so nur im Kino. Es wirkt vermutlich auch nur bei Frauen so nett. Aber da kann ich mich täuschen.
Wie der Film hieß? Wie das Mädchen hieß? Ich weiß es nicht mehr. Keinen Schimmer. Ich glaube sogar, ich habe es nie gewusst. Vermutlich habe ich mich nicht zu fragen getraut. Ist doch immer das gleiche Elend. Nebenbei bemerkt. Der Film war aber ganz sicher aus Frankreich. Oder vielleicht doch aus Italien? Jedenfalls Europa. Keine Amerikanerin. Nein. Bestimmt nicht. Italien? Auch nicht. Er war aus Frankreich. Aber was weiß ich.
Eines zumindest wüsste ich gerne. Wer das junge Mädchen wohl war. Und wie der Film wohl hieß. Jemand eine Ahnung? Diese hinreißende Szene mit der Gabel. Erinnert sich jemand? Das muss doch in die Filmhistorie eingegangen sein. Mindestens in die Filmhistorie. Kann ja nicht anders sein.
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Dienstag, 13. November 2012
cut, 21:11h

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Samstag, 10. November 2012
IC 118 nach Münster
cut, 13:27h
"Ich möchte Sie bitten, die Rollos runterzumachen. Da wird gleich die Leiche vorbeigetragen. Das ist kein schöner Anblick. Den möchten wir Ihnen ersparen."
Sagt der Mann von der Kölner Berufsfeuerwehr freundlich. Sagt er, nachdem wir seit gut 90 Minuten da stehen. Irgendwo bei Köln. Stammheim. Die junge Frau am Fenster folgt seiner Empfehlung sofort. Nur ein ganz kleiner Spalt vom Fenster bleibt noch fei. So bleibt uns hier im Abteil der Anblick der Leiche erspart. Gott sei Dank.
Ansonsten, zuvor und danach, ist so ein Personenschaden im Zug selber eine recht undramatische Sache. Langweilig geradezu. Plötzliches Bremsen. Dann Warten. Warten. Und Warten. Nichts zu sehen. Dunkel ist es. Also Warten. Dann, hin und wieder, Durchsagen. Dass man weiter warten müsse. Irgendwann die Feuerwehr. Rettungskräfte. Die laufen erstaunlicherweise auch im Zug viel hin und her. Hinter den Fenstern unseres Abteils. Hin. Und her. Und umgekehrt auch. Sonst sieht man weiter nichts.
Weiter warten also. Es wird Zeitung gelesen. Wenige holen sich ein Bier. Geredet wird nicht viel. Beschwerden gibt es keine. Alles ruhig. Alles still. Alles sehr gesittet.
Und irgendwann geht die Fahrt dann weiter. Ganz langsam. Dann, später, auch wieder schneller. Eine Durchsage. Das Warten sei jetzt vorbei. Für die Geduld wird uns gedankt. Die junge Frau am Fenster schiebt das Rollo wieder hoch. Flutlicht. Rettungswagen. Feuerwehr. Rot und Gelb. Leuchtend im Licht.
Noch eine Durchsage. "Kommen sie gut nach Hause." Sagt der Schaffner. Kurz vor Düsseldorf Hbf. Er wünscht uns Glück.
Sagt der Mann von der Kölner Berufsfeuerwehr freundlich. Sagt er, nachdem wir seit gut 90 Minuten da stehen. Irgendwo bei Köln. Stammheim. Die junge Frau am Fenster folgt seiner Empfehlung sofort. Nur ein ganz kleiner Spalt vom Fenster bleibt noch fei. So bleibt uns hier im Abteil der Anblick der Leiche erspart. Gott sei Dank.
Ansonsten, zuvor und danach, ist so ein Personenschaden im Zug selber eine recht undramatische Sache. Langweilig geradezu. Plötzliches Bremsen. Dann Warten. Warten. Und Warten. Nichts zu sehen. Dunkel ist es. Also Warten. Dann, hin und wieder, Durchsagen. Dass man weiter warten müsse. Irgendwann die Feuerwehr. Rettungskräfte. Die laufen erstaunlicherweise auch im Zug viel hin und her. Hinter den Fenstern unseres Abteils. Hin. Und her. Und umgekehrt auch. Sonst sieht man weiter nichts.
Weiter warten also. Es wird Zeitung gelesen. Wenige holen sich ein Bier. Geredet wird nicht viel. Beschwerden gibt es keine. Alles ruhig. Alles still. Alles sehr gesittet.
Und irgendwann geht die Fahrt dann weiter. Ganz langsam. Dann, später, auch wieder schneller. Eine Durchsage. Das Warten sei jetzt vorbei. Für die Geduld wird uns gedankt. Die junge Frau am Fenster schiebt das Rollo wieder hoch. Flutlicht. Rettungswagen. Feuerwehr. Rot und Gelb. Leuchtend im Licht.
Noch eine Durchsage. "Kommen sie gut nach Hause." Sagt der Schaffner. Kurz vor Düsseldorf Hbf. Er wünscht uns Glück.
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Donnerstag, 8. November 2012
Kraftwerk
cut, 12:13h
Die Kunstsammlung präsentiert:
Kraftwerk 3-D Konzertreihe "Der Katalog – 1 2 3 4 5 6 7 8"
„Die Konzerte waren bereits wenige Minuten nach ihrer Ankündigung ausverkauft.“ Steht da. Damals. In NY. Und nun also in D. Tickets nur Online. Puh. Soll ich? Oder soll ich nicht? Am 10. um 10:00 Uhr. Müsste man also wie ein Depp am Rechner sitzen und hoffen. Trotzdem. Die Mensch-Maschine würde mich ja schon reizen.
Kraftwerk 3-D Konzertreihe "Der Katalog – 1 2 3 4 5 6 7 8"
„Die Konzerte waren bereits wenige Minuten nach ihrer Ankündigung ausverkauft.“ Steht da. Damals. In NY. Und nun also in D. Tickets nur Online. Puh. Soll ich? Oder soll ich nicht? Am 10. um 10:00 Uhr. Müsste man also wie ein Depp am Rechner sitzen und hoffen. Trotzdem. Die Mensch-Maschine würde mich ja schon reizen.
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Dienstag, 6. November 2012
cut, 11:18h

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Samstag, 3. November 2012
Klasse
cut, 12:37h
... Auf die sozialen Eruptionen der 1960er Jahre - die Bürgerrechtskämpfe und Ghettoaufstände, die Massenbewegung gegen den Vietnamkrieg und großen Kämpfe der Arbeiterbewegung - reagierte die amerikanische Bourgeoisie, indem sie Identitätspolitik anwandte, um jede Opposition der Massen gegen ihre Politik zu spalten, Verwirrung zu stiften und das erneute Auftreten der Arbeiterklasse als unabhängige gesellschaftliche Kraft zu blockieren.
Schwarzer Nationalismus, "Chicano"-Nationalismus, Frauenbefreiung und Schwulen- und Lesbenbefreiung kamen auf, um nur die am meisten propagierten Formen von Identitätspolitik zu nennen. In jedem Fall wurden dabei tatsächliche gesellschaftliche Probleme bedeutender Teile der amerikanischen Bevölkerung von ihren wirklichen sozioökonomischen Ursachen getrennt - d.h. von der Spaltung der Gesellschaft in eine Handvoll kapitalistischer Besitzer der Produktionsmittel und der großen Mehrheit der Bevölkerung, die ihre Arbeitskraft verkaufen muss, um leben zu können ...
...
... Rassismus und andere Formen von Diskriminierung und gesellschaftlicher Rückständigkeit entspringen aus der Klassengesellschaft und der zugehörigen sozialen Ungleichheit und dienen dazu, die Herrschaft der Kapitalisten aufrechtzuerhalten. Sozialisten kämpfen mit aller Kraft für die Vereinigung aller Teile der Arbeiterklasse, ungeachtet ihrer Hautfarbe, ihrer Ethnie oder ihres Geschlechts ... Die einzig fortschrittliche Methode, um Rassismus und andere ideologische Gifte zu bekämpfen, liegt im revolutionären Kampf gegen den Kapitalismus ...
Ehe man mir das jetzt um die Ohren haut, noch 1-2 Bemerkungen. Einerseits kann ich das unterschreiben. Ohne antikapitalistische Stoßrichtung halte ich alle Bemühungen um die Emanzipation des Menschen im Jahr 2012 für grundsätzlich unzureichend. Andererseits wird mir da zu viel runtergebügelt, was emanzipatorisches Potenzial hat. Den generellen Tenor halte ich aber, wie gesagt, für richtig. Ohne selber Trotzkist zu sein.
Schwarzer Nationalismus, "Chicano"-Nationalismus, Frauenbefreiung und Schwulen- und Lesbenbefreiung kamen auf, um nur die am meisten propagierten Formen von Identitätspolitik zu nennen. In jedem Fall wurden dabei tatsächliche gesellschaftliche Probleme bedeutender Teile der amerikanischen Bevölkerung von ihren wirklichen sozioökonomischen Ursachen getrennt - d.h. von der Spaltung der Gesellschaft in eine Handvoll kapitalistischer Besitzer der Produktionsmittel und der großen Mehrheit der Bevölkerung, die ihre Arbeitskraft verkaufen muss, um leben zu können ...
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... Rassismus und andere Formen von Diskriminierung und gesellschaftlicher Rückständigkeit entspringen aus der Klassengesellschaft und der zugehörigen sozialen Ungleichheit und dienen dazu, die Herrschaft der Kapitalisten aufrechtzuerhalten. Sozialisten kämpfen mit aller Kraft für die Vereinigung aller Teile der Arbeiterklasse, ungeachtet ihrer Hautfarbe, ihrer Ethnie oder ihres Geschlechts ... Die einzig fortschrittliche Methode, um Rassismus und andere ideologische Gifte zu bekämpfen, liegt im revolutionären Kampf gegen den Kapitalismus ...
Ehe man mir das jetzt um die Ohren haut, noch 1-2 Bemerkungen. Einerseits kann ich das unterschreiben. Ohne antikapitalistische Stoßrichtung halte ich alle Bemühungen um die Emanzipation des Menschen im Jahr 2012 für grundsätzlich unzureichend. Andererseits wird mir da zu viel runtergebügelt, was emanzipatorisches Potenzial hat. Den generellen Tenor halte ich aber, wie gesagt, für richtig. Ohne selber Trotzkist zu sein.
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