Montag, 18. Februar 2008
Haha
cut, 14:57h
"Ich flehe euch an, meine jungen Freunde, bringt eure unsterblichen Seelen nicht durch ein Vergnügen in Gefahr, das, wie man mir glaubhaft versicherte, nicht länger als eindreiviertel Minuten dauert."
Weiß jemand von wem das ist? Habe ich gerade bekommen. Der Absender kennt die Quelle leider auch nicht
Weiß jemand von wem das ist? Habe ich gerade bekommen. Der Absender kennt die Quelle leider auch nicht
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Mittwoch, 6. Februar 2008
Ein Hungerkünstler
cut, 16:29h
Ja, die Zeiten haben sich geändert, Hungerkünstler gibts nicht mehr. Und andere Künstler auch kaum noch. Dachte ich zumindest. Aber ich habe mich getäuscht. Im Treppenhaus überwintert ein Marienkäfer (ein 16 Punkter glaube ich). Bringt sicher Glück. Mal sitzt er hier, mal sitzt er dort. Also lebt er. Zu fressen gibt es da nichts. Ein Hungerkünstler offensichtlich. Aber vielleicht braucht er im Winter ja auch nichts. Wer weiß es. Seine Lebenserwartung ist ohnehin niedrig. Nach maximal einer Überwinterung ist es vorbei. Wer denkt da nicht an den Sommer, die Liebe und an Musik.
Schmetterling
Ich wollt ich wär ein Schmetterling
Dem geht's doch wirklich gut
Er denkt im Sommer nur an Mädchen
Und im Winter ist er tot
Boxhamsters
Schmetterling
Ich wollt ich wär ein Schmetterling
Dem geht's doch wirklich gut
Er denkt im Sommer nur an Mädchen
Und im Winter ist er tot
Boxhamsters
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Donnerstag, 31. Januar 2008
Toastbrot Teil II
cut, 19:50h
Vielleicht noch eine kleine Ergänzung zum Toast-Hawaii. Meine Großmutter mütterlicherseits lebte in einer westfälischen Kleinstadt. Diese hat Sie ihr ganzes Leben von knapp einhundert Jahren nicht verlassen. Das aber nur zum Hintergrund. Eines Tages kam dann selbst hier ein Toaster ins Haus. Durchaus ein Ereignis von Bedeutung. Die Nachbarn hatten noch keinen. Damit wurden Toastbrote gemacht. Gerade auch für die Kinder (obwohl es in der Familie vehemente Verfechter des Schwarzbrotes gab. Für diese waren Weißbrot und Toastbrot der Anfang des Untergangs der westlichen Zivilisation). Einige Zeit später hörte meine Großmutter vom Toast-Hawaii. Das Rezept war schnell besorgt. Und einen Backofen hatte Sie ja. Eines Abends war es dann so weit. Premiere. Für jeden einen Toast-Hawaii. Einige waren skeptisch, ließen sich dann aber doch überzeugen: Schmeckt schon gut, kann man nicht meckern. Seitdem gab es Toast-Hawaii beim Abendbrot zu besonderen Anlässen öfter mal. Er zeugte von Weltläufigkeit, der Karibik, dem guten Leben und dem Fortschritt.
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Dienstag, 8. Januar 2008
Die Suche nach dem "Schwarzen Papst"
cut, 18:44h
Im Radio hörte ich heute in aller Frühe einen Beitrag zum Thema Jesuitenorden. Aha, die Gesellschaft Jesu (SJ) wählt einen neuen Generaloberen, den "Schwarzen Papst". Kuck an. Damit verband ich einen eher konservativen, papsttreuen Orden. Ungeachtet aller Wirrungen der Vergangenheit. Aber Irrtum. Von konservativer (um nicht zu sagen reaktionärer) katholischer Seite werden sie ziemlich stark kritisiert, wie mir ein ehemaliger Kollege heute erzählte:
Die Relativistische-Religionstheologie, die Befreiungstheologie, wie sie etwa die Jesuiten-Universität von San Salvador oder der Jesuit Jan Sobrino propagieren würden, ihre Rolle im Interreligiösen-Dialog... Alles abzulehnen.
Man lernt doch nie aus.
Vatikan: Jesuiten sollen Kirche treu sein
Italien: Jesuiten wählen neuen Generaloberen
Die Relativistische-Religionstheologie, die Befreiungstheologie, wie sie etwa die Jesuiten-Universität von San Salvador oder der Jesuit Jan Sobrino propagieren würden, ihre Rolle im Interreligiösen-Dialog... Alles abzulehnen.
Man lernt doch nie aus.
Vatikan: Jesuiten sollen Kirche treu sein
Italien: Jesuiten wählen neuen Generaloberen
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Dienstag, 1. Januar 2008
Happy New Year
cut, 21:25h
Mein neuer Wecker mag mich. Was ja schon einmal etwas ist. Denn nicht nur im hohen Norden ist der Jahreswechsel manchmal schwer. Erst überraschte er mich an den Weihnachtsfeiertagen mit einem "Merry X-Mas". Und nun mit einem "Happy New Year". Da er Japaner ist, spricht er nur Englisch. Und das jede volle Stunde zwischen 07:00 Uhr und 19:00 Uhr in den Farben Rot, Grün und Blau. Die guten Wünsche gebe ich natürlich gerne an ihn zurück. Das nenne ich eine harmonische Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Das kann noch was werden. Zuletzt las ich ja sogar, dass wir in vielleicht fünfzig Jahren Roboter heiraten können. Zunächst war ich skeptisch. Aber warum eigentlich nicht? Auch wenn ich in fünfzig Jahren vermutlich zu alt für die Ehe bin und am Sex kein Interesse mehr habe. Aber so ein nettes kleines Roboterblondchen, eigens für mich programmiert, in jüngeren Jahren? Nicht schlecht. Mein Wecker gibt mir eine Ahnung davon. So soll es dereinst dann wohl sein.

Ein schöner Rücken

Ein schöner Rücken
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Freitag, 30. November 2007
Frohes Fest
cut, 23:51h

Frohes Fest
24 Türen gibt es hier nicht, aber ein Bild zum 1. Dezember. Als Adventslied empfehle ich: "O Heiland, reiß die Himmel auf", von Friedrich Spee von Langenfeld.
6. Strophe
Hie leiden wir die größte Not,
Vor Augen steht der ewig’ Tod;
Ach komm, führ uns mit starker Hand
Vom Elend zu dem Vaterland.
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Freitag, 23. November 2007
Manchmal
cut, 11:25h
Manchmal überkommt mich eine Art Sehnsucht, ein merkwürdiges Fernweh oder Heimweh. Dann würde ich gerne nach Aschaffenburg fahren, mir das Schloss ansehen, nach Schönbusch spazieren, ins Stiftsmuseum gehen, einen Kaffee trinken und ein paar alte Bekannte treffen.



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Samstag, 17. November 2007
Gespräch im Grill über den Tod
cut, 19:57h
Pommesbude, Düsseldorf-Derendorf* (tut mir auch nicht gut, keine Frage). Ich: "Doppelte Pommes mit Majo bitte." Sie: "Zum Hieressen?" Ich: "Ja, zum Hieressen bitte."

Ein anderer Grill, ein anderer Ort
Außer der Dame hinter der Theke ist nur noch ein weiterer Gast anwesend. Er isst nichts, trinkt aber eine Cola und raucht eine Zigarette. Offensichtlich kennt er die Dame hinter der Theke. Nachdem ich meine Pommes habe, setzt sich die Dame des Hauses zu ihm. Sie fährt fort, von ihm kaum unterbrochen, eine Geschichte zu erzählen.
Sie: "Der Jürgen**. Du kennst doch noch den Jürgen? Da, wo ich in seiner Bude am Stephansplatz gearbeitet habe. Da war was los. Ist Jahre her, als ich da angefangen hab. Der Laden lief. Ich sag Dir. Die Leute standen bis auf die Straße. Kein Witz. Sagenhaft. Bin da gerne gewesen. Viel Arbeit. Ist aber nie langweilig gewesen."
Er: "Der Jürgen? Da hab ich doch auch schon immer die Getränke geliefert. Guter Kunde. Feiner Kerl. Klar kenn ich den noch."
Sie: "Nee, das war der Imbiss am Markt, da in Oberbilk, da haben wir uns doch kennengelernt. Das ist viel länger her. Da bin ich weg und dann direkt zum Jürgen. Weißte doch, Mensch."
Sie macht eine kleine Pause, fährt dann fort: "Was ich aber eigentlich sagen wollte."
Unterbrechung: Kunde kommt rein und will ein halbes Hähnchen zum Mitnehmen.

Noch ein anderer Grill, noch ein anderer Ort
Danach Sie, nachdenklich: "Der Jürgen, den haben wir mit 38 zu Grabe getragen. Danach bin ich da dann auch weg. Hierhin. War schlimm damals, wirklich, war ganz schlimm. Hab den Jürgen gemocht. Guter Chef. Der hatte es ja mit dem Herzen. Mit 38. Muss man sich mal vorstellen. Darum sollte er ja auch operiert werden. Bypass. Der Arzt hat es ihm ja gesagt: Sie brauchen eine Bypass-Operation. Das ist wichtig. Lassen Sie das machen. Er wollte aber nicht. Sagt zu mir: Der Laden, wie soll denn das gehen? Siehst doch, was hier zu tun ist. Da kann ich mich nicht ins Krankenhaus legen. Das dauert Wochen. Das geht doch nicht. Geht einfach nicht. Ich sag zu ihm: Quatsch, dass geht schon. Hauptsache Gesund. Alles andere spielt keine Rolle. Gesundheit ist das allerwichtigste. Pass auf dich auf. Ohne geht nicht. Er hat das nicht einsehen wollen: Nee, geht aber nicht. Nicht jetzt. Und dann meine Frau und die Kinder. Geht einfach nicht. Klar, ist schon wichtig, muss gemacht werden. Aber später. Nächstes Jahr. Im Frühjahr, da sorg ich für, aber jetzt noch nicht... Ich hab es ihm immer wieder gesagt: Lass es machen. Aber er wollt ja nicht auf mich hören."
Sie macht eine Pause, holt eine Zigarette raus, zündet sie an und fährt fort:
"Und dann, er saß da, bei uns im Laden, hat was gegessen. War ja sein Imbiss. Er hat da oft was gegessen in seinem Imbiss. War auch wirklich gut. Er sitz da also und isst was. Und plötzlich läuft er raus. Weg ist er. Ohne was zu sagen. Sein Haus war ja direkt um die Ecke. Schönes Haus. Hatte er sich gekauft. Als die Kinder kamen. Schönes Haus. Alles vom Feinsten. Marmortreppenhaus, ehrlich, alles aus Gold, richtiger Marmor. Und teure Teppiche. Der Imbiss lief ja auch richtig gut. Und er hatte ja auch noch einen anderen Grill. Kurz vor seinem Haus ist er dann zusammengeklappt. War fast zu Hause. Hat er aber schon nicht mehr geschafft. Der Krankenwagen war dann ganz schnell da. Die haben ihn zum Evangelischen-Krankenhaus gefahren, nicht zur Uni-Klinik. Komisch. Obwohl die Uni-Klinik doch viel näher war. Hab ich nicht verstanden. Was soll denn so was? Verstehe ich nicht. Naja. Da, im Evangelischen-Krankenhaus, hat er sich dann noch von neun Uhr bis Mitternacht gequält. Dann hat er die Augen zu gemacht. Schlimm, ganz schlimmer Tag war das."

Und noch ein Grill
Ich hab dann gezahlt und bin gegangen. Feine Frau hab ich gedacht. Und das ist ganz ehrlich gemeint. Die Geschichte kam von Herzen. Kein Zweifel. So eine schöne Stimme kann nicht lügen. Und ich komm bestimmt noch mal wieder.
*Alle Orte sind geändert und frei erfunden.
**Alle Namen sind geändert und frei erfunden.

Ein anderer Grill, ein anderer Ort
Außer der Dame hinter der Theke ist nur noch ein weiterer Gast anwesend. Er isst nichts, trinkt aber eine Cola und raucht eine Zigarette. Offensichtlich kennt er die Dame hinter der Theke. Nachdem ich meine Pommes habe, setzt sich die Dame des Hauses zu ihm. Sie fährt fort, von ihm kaum unterbrochen, eine Geschichte zu erzählen.
Sie: "Der Jürgen**. Du kennst doch noch den Jürgen? Da, wo ich in seiner Bude am Stephansplatz gearbeitet habe. Da war was los. Ist Jahre her, als ich da angefangen hab. Der Laden lief. Ich sag Dir. Die Leute standen bis auf die Straße. Kein Witz. Sagenhaft. Bin da gerne gewesen. Viel Arbeit. Ist aber nie langweilig gewesen."
Er: "Der Jürgen? Da hab ich doch auch schon immer die Getränke geliefert. Guter Kunde. Feiner Kerl. Klar kenn ich den noch."
Sie: "Nee, das war der Imbiss am Markt, da in Oberbilk, da haben wir uns doch kennengelernt. Das ist viel länger her. Da bin ich weg und dann direkt zum Jürgen. Weißte doch, Mensch."
Sie macht eine kleine Pause, fährt dann fort: "Was ich aber eigentlich sagen wollte."
Unterbrechung: Kunde kommt rein und will ein halbes Hähnchen zum Mitnehmen.

Noch ein anderer Grill, noch ein anderer Ort
Danach Sie, nachdenklich: "Der Jürgen, den haben wir mit 38 zu Grabe getragen. Danach bin ich da dann auch weg. Hierhin. War schlimm damals, wirklich, war ganz schlimm. Hab den Jürgen gemocht. Guter Chef. Der hatte es ja mit dem Herzen. Mit 38. Muss man sich mal vorstellen. Darum sollte er ja auch operiert werden. Bypass. Der Arzt hat es ihm ja gesagt: Sie brauchen eine Bypass-Operation. Das ist wichtig. Lassen Sie das machen. Er wollte aber nicht. Sagt zu mir: Der Laden, wie soll denn das gehen? Siehst doch, was hier zu tun ist. Da kann ich mich nicht ins Krankenhaus legen. Das dauert Wochen. Das geht doch nicht. Geht einfach nicht. Ich sag zu ihm: Quatsch, dass geht schon. Hauptsache Gesund. Alles andere spielt keine Rolle. Gesundheit ist das allerwichtigste. Pass auf dich auf. Ohne geht nicht. Er hat das nicht einsehen wollen: Nee, geht aber nicht. Nicht jetzt. Und dann meine Frau und die Kinder. Geht einfach nicht. Klar, ist schon wichtig, muss gemacht werden. Aber später. Nächstes Jahr. Im Frühjahr, da sorg ich für, aber jetzt noch nicht... Ich hab es ihm immer wieder gesagt: Lass es machen. Aber er wollt ja nicht auf mich hören."
Sie macht eine Pause, holt eine Zigarette raus, zündet sie an und fährt fort:
"Und dann, er saß da, bei uns im Laden, hat was gegessen. War ja sein Imbiss. Er hat da oft was gegessen in seinem Imbiss. War auch wirklich gut. Er sitz da also und isst was. Und plötzlich läuft er raus. Weg ist er. Ohne was zu sagen. Sein Haus war ja direkt um die Ecke. Schönes Haus. Hatte er sich gekauft. Als die Kinder kamen. Schönes Haus. Alles vom Feinsten. Marmortreppenhaus, ehrlich, alles aus Gold, richtiger Marmor. Und teure Teppiche. Der Imbiss lief ja auch richtig gut. Und er hatte ja auch noch einen anderen Grill. Kurz vor seinem Haus ist er dann zusammengeklappt. War fast zu Hause. Hat er aber schon nicht mehr geschafft. Der Krankenwagen war dann ganz schnell da. Die haben ihn zum Evangelischen-Krankenhaus gefahren, nicht zur Uni-Klinik. Komisch. Obwohl die Uni-Klinik doch viel näher war. Hab ich nicht verstanden. Was soll denn so was? Verstehe ich nicht. Naja. Da, im Evangelischen-Krankenhaus, hat er sich dann noch von neun Uhr bis Mitternacht gequält. Dann hat er die Augen zu gemacht. Schlimm, ganz schlimmer Tag war das."

Und noch ein Grill
Ich hab dann gezahlt und bin gegangen. Feine Frau hab ich gedacht. Und das ist ganz ehrlich gemeint. Die Geschichte kam von Herzen. Kein Zweifel. So eine schöne Stimme kann nicht lügen. Und ich komm bestimmt noch mal wieder.
*Alle Orte sind geändert und frei erfunden.
**Alle Namen sind geändert und frei erfunden.
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Freitag, 16. November 2007
Stimuliert und Improvisiert
cut, 23:32h
"Nichts stimuliert betrunkene Frauen so wie das Leid von Tieren. Und man hat ja nicht immer einen Stier zur Hand..."
Louis-Ferdinand Céline, Reise ans Ende der Nacht.
Da muss man in den hiesigen Breiten wohl oft improvisieren...
Louis-Ferdinand Céline, Reise ans Ende der Nacht.
Da muss man in den hiesigen Breiten wohl oft improvisieren...
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Mittwoch, 14. November 2007
JUZ Mannheim
cut, 20:50h

JUZ Mannheim. Vor Jahren
Diesen Link hier wollte ich schon lange einmal setzen. Zu meiner Zeit im Rhein/Main-Gebiet (klar, da ist Rhein/Neckar, nicht Rhein/Main) bin ich da oft gewesen. Auch wenn es nicht gerade direkt um die Ecke war. Toller Laden, aktive Leute, richtig was los. Vermisse ich schon irgendwie. Einige Kontakte sind mittlerweile leider dahin. Schade, aber wohl meine eigene Schuld.
Würde ich gern mal wieder hin.

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