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Die Zeitansage

Beim nächsten Ton ist es

Unconditional Surrender

Unconditional Surrender

Opus Dei

We shall fight on the beaches

Impressum

Impressum
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Sonntag, 22. Juli 2007
The one who's searchin', searchin' to destroy
cut, 16:15h
I'm a street walking cheetah with a heart full of napalm
I'm a runaway son of the nuclear A-bomb
I am a world's forgotten boy
The one who searches and destroys

And I'm the world's forgotten boy
The one who's searchin', searchin' to destroy
And honey I'm the world's forgotten boy
The one who's searchin', searchin' to destroy

The Stooges

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Unconditional Surrender
cut, 16:14h
Wir, die hier Unterzeichnenden, erklären hiermit die bedingungslose Kapitulation aller zum gegenwärtigen Zeitpunkt unter unserem Befehl stehenden oder von uns beherrschten Streitkraefte auf dem Lande, auf der See und in der Luft. Wir werden unverzüglich allen Behörden unserer Land-, See- und Luftstreitkräfte und allen von uns beherrschten Streitkräften den Befehl geben, die Kampfhandlungen umgehend einzustellen und in den Stellungen zu verbleiben, die sie an diesem Zeitpunkt innehaben und sich vollständig zu entwaffnen, indem sie Waffen und Geräte abliefern. Kein Schiff, Boot oder Flugzeug irgendeiner Art darf versenkt werden, noch dürfen Schiffsrümpfe, maschinelle Einrichtungen, Ausrüstungsgegenstände, Maschinen irgendwelcher Art, Waffen, Apparaturen, technische Gegenstände, die Kriegszwecken im Allgemeinen dienlich sein können, beschädigt werden.

8. Mai 1945

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Opus Dei
cut, 16:13h
We shall go on till the end,
We shall fight on the seas and oceans,
We shall fight with growing confidence and growing strength in the air.
We shall defend our Island, whatever the cost may be.
We shall fight on the beaches,
We shall fight on the landing grounds.
We shall fight in the fields and in the streets.
We shall fight in the hills...
We shall never surrender!

Laibach, Opus Dei, 1987

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We shall fight on the beaches
cut, 16:12h
„We shall go on to the end, we shall fight in France, we shall fight on the seas and oceans, we shall fight with growing confidence and growing strength in the air, we shall defend our Island, whatever the cost may be, we shall fight on the beaches, we shall fight on the landing grounds, we shall fight in the fields and in the streets, we shall fight in the hills; we shall never surrender.“

Winston Churchill, 4. Juni 1940

Opus Dei.

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Samstag, 21. Juli 2007
Zum Höllenblitz aber auch
cut, 13:04h
Nicht zur Hölle, aber zum Höllenblitz mit den Kleinen. Wenn man so nett gefragt wird, was soll man da machen.

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Freitag, 20. Juli 2007
Mein Gott
cut, 14:07h
Mein Gott, so hässlich ist man zwischenzeitlich also schon geworden. Im Anschluss an meinen gestrigen Zahnarztbesuch hab ich mich zum ersten Mal seit Jahren wieder gründlich im Spiegel betrachtet. Mein Gott. Die Jugend ist unwiederbringlich dahin. Eh man sich recht versieht, und auch wenn man es noch nicht wahrhaben will. Aber da gibts ja nun nichts. Das ist also die eigene Visage. Da wundert mich nichts mehr. Jetzt, wo die Betäubung weg ist, da sieht es aber immerhin nicht mehr nach Schlaganfall aus. An den kleinen Dingen freuen. Das ist es.

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Donnerstag, 19. Juli 2007
Locker
cut, 23:13h
Puh, überstanden. Halb so wild. Dabei fing es nicht gut an: "Tja, der muss leider raus, da iss nu wirklich nix mehr zu machen, währense mal eher gekommen, kein schöner Anblick, ich geb ihnen jetzt schon mal die Betäubung." Und so weiter. Dann ging es aber recht fix. Daher konnte ich auch nur drei Stücke auf meiner Kassette im Walkman (na ja, kein echter) hören. "Zombies in Disneyland", "Don't Look in the Freezer" sowie natürlich "Pink Machine Gun" von Doctor and the Crippens. Sehr entspannend. Kann ich jedem empfehlen.

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Mut
cut, 15:56h
Ich muss zum Zahnarzt. Es hilft alles nichts mehr. Der Schmerz pocht, kriecht die Wange hoch und nistet sich ein. Über Nacht habe ich meine Aspirinvorräte verbraucht. Ohne viel Erfolg. Kaum ein Auge zu gemacht. Hab eh schon zu lange gewartet. Also, los. Ich bin mutig. Mutig, sehr mutig, richtig mutig. Danach kauf ich mir zur Belohnung was Schönes.

Ich bin dann mal weg. Hat mich gefreut.

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Mittwoch, 18. Juli 2007
Kabel 3: Bi-Wiring
cut, 15:44h
Vor Jahren eine Marotte spleeniger Sonderlinge, heute fast Standard. Bi-Wiring (in selteneren Fällen sogar Tri-Wiring). Manche mögens, andere allerdings noch immer nicht:

Lieber nicht:
Q: Why does Naim not agree with bi-wiring and tri-wiring passive loudspeakers?
A: It's true that we are not great fans of multi-wiring passive loudspeakers in accordance with current vogue. Our belief is that if the crossover has been correctly designed, a single run of cable between amplifier and loudspeaker offers the best sound, as well as making it easier for the amplifier to drive safely. Obviously, if the speaker crossover has been deliberately designed to sound better when bi- or tri-wired, then it quite possibly will; but that's not to say that it wouldn't sound better overall if it were designed for single wiring in the first place, as our speakers are.

Feine Sache:
Q:How does bi-wiring improve the sound quality?
A: Separating the feeds to the treble and bass drivers at the amplifier terminals rather than the loudspeaker assists the separation of the sound reproduced by the speaker. The transparency of the sound is much improved with better definition to the music.

Und so weiter. Der eine mag es, der andere eben nicht. Letztlich muss es jeder selber entscheiden. Wenn es der Lautsprecher erlaubt, einfach mal ausprobieren und beim Händler ein paar Bi-Wiring Kabel für den Test zu Hause ausleihen. Die sind zum Teil leider recht teuer. Das Prinzip aber ist ganz einfach:

Normalerweise überträgt ein Lautsprecherkabel alle Frequenzen (mit jeweils unterschiedlicher Leistung). Teilt man die Übertragung der Frequenzen auf, kann dies zu einer Klangverbesserung führen. Muss aber natürlich nicht. Um ein B-Wiring Kabel anzuschließen, braucht der Lautsprecher spezielle Anschlüsse. Der +Anschluss und der -Anschluss sind dann gleich zweimal vorhanden. Einmal für hohe/mittlere Frequenzen und einmal für tiefe Frequenzen.


Normaler Anschluss der Kabel

Nimmt man ein normales Kabel, benötigt also nur ein Anschlusspaar, werden die beiden anderen Anschlüsse mit einer Brücke, einem Brückenkabel oder einer Metallverbindung, angekoppelt. Die mitgelieferten Metallbrücken der Hersteller sind in der Regel nicht zu empfehlen. Lieber ein ordentliches Brückenkabel verwenden.


Bi-Wiring

Beim Bi-Wiring werden die Brücken einfach entfernt. Bi-Wirnig Kabel haben daher auf der einen Seite vier Stecker (Lautsprecher) und auf der anderen Seite nur zwei Stecker (Verstärker). Plus immer an Plus und Minus an Minus. Die Stecker können sich unterscheiden. Einfach den passenden an die Kabelenden dranmachen (selber machen oder konfektionieren lassen). Welche Kabel nun zu nehmen sind? Schwierige Frage. Aber das ist ein anderes Thema.

Fortsetzung folgt.

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Stellplätze frei
cut, 02:42h
Also, viel los ist da ja nicht. So an der Arena. Tschuldigung, LTU arena. Natürlich. Mußte grad ans Rheinstadion denken. Daher war ich nicht ganz bei der Sache. Aber wenigstens hat man keine Parkplatzsorgen. Die Ausstattung mit Abstellplätzen fürs Rad ist wirklich nicht schlecht.


Arena

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Kabelsalat
cut, 02:06h
Die Literatur zum Thema schwankt übrigens zwischen esoterischer Abhandlung, schwarzer Magie, Vorlesungsskript und nobelpreisverdächtiger Untersuchung.

Omm, äh, Ohm.

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Dienstag, 17. Juli 2007
Kabel 2: NF-Kabel (Stereo)
cut, 23:17h
Hier also, die schon ersehnte zweite Lektion der kleinen Kabelkunde zur Verbesserung des Klangs der heimischen Anlage.

Mit NF-Kabeln sind in der Regel Cinch-Kabel gemeint. Diese dienen der Verbindung von Audiogeräten (beispielsweise CD-Spieler, Tuner, Verstärker oder Plattenspieler) untereinander. Daher spricht man auch von Stereo-NF-Cinchkabeln oder Stereo-Cinchkabeln. Cinch (manchmal auch RCA genannt) bezeichnet die genormten Stecker an den beiden Enden der Kabel. NF ist die Abkürzung für Niederfrequenz. Im Frequenzspektrum ist damit der für das menschliche Ohr wahrnehmbare Bereich gemeint, also etwa 20 Hz (tiefe Töne) bis 20000 Hz (hohe Töne). Hz steht für Hertz und ist die gängige Maßeinheit für Frequenzen. Sie gibt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde an. Da Stereosignale übertragen werden sollen, verfügen die Kabel über zwei Kanäle. Weiß ist der linke analoge Kanal (bisweilen auch schwarz oder grau), rot ist der rechte analoge Kanal. Lautsprecherkabel sind auch NF-Kabel, dienen aber einem andern Zweck und sind daher anders konzipiert. Bei ihnen spricht man von LS-Kabeln. LS-Kabel ist dabei schlicht die Abkürzung für Lautsprecherkabel. Aber das ist ein anderes Thema.

Einige Hersteller aus dem gehobenen Segment bevorzugen bei den NF-Kabelverbindungen DIN-Stecker. Diesen Steckern werden, etwa in Salisbury, bessere Klangeigenschaften nachgesagt. DIN-Stecker sind runde Steckverbindungen, die den entsprechenden DIN-Normen folgen. Der Name lässt es ja schon vermuten. Mittlerweile sind sie im Audio-Bereich (Heim-Hifi) aber fast schon verschwunden.


NF-Cinch-Kabel mit versilberten Innenleitern und 384 Litzen (Einzeldrähten)

Letztlich transportieren alle diese Kabel Tonsignale. Da die Signalübertragung analog erfolgt, ist sie anfällig für die verschiedensten Störungen. Gute Kabel verfügen aus diesem Grund über sehr reine (hochreine) Innenleiter und eine aufwendige Abschirmung. Vergoldete Kontakte an den Steckern verhindern zudem die Korrosion und liefern eine langfristig gute Verbindung. Bei billigen Steckern ist die Fertigungsgenauigkeit der Cinch-Verbindungen manchmal auch nicht besonders. Verglichen mit neuen Systemen, etwa der USB-Verbindung, sind sie allerdings immer noch ziemlich solide.

Aus Sicherheitsgründen sollten Cinch-Stecker übrigens nur bei ausgeschalteten Geräten eingesteckt werden. Der Innenkontakt dieser Kabel bekommt vor der äußeren Masseabschirmung Kontakt. Dies kann bei eingeschalteten Geräten zu einem Defekt führen.

Abschließendes Fazit auch hier: Beim Händler des Vertrauens ein paar Kabel mitgeben lassen und zu Hause ausprobieren. Nur so lässt sich die geeignete Strippe für die eigene Anlage finden. Der Aufwand lohnt, denn gut harmonisierende NF-Kabel verbessern den Klang, keine Frage.

Die Preise für gute NF-Cinch-Kabel liegen ungefähr im Bereich zwischen 25 Euro und 2500 Euro (mit Steckern und pro Stereometer). Die zugrunde liegenden Technologien und Materialien unterscheiden sich entsprechend sehr stark (aber bei weitem nicht immer). Generelle Aussagen über die Qualität unterschiedlicher Technologien lassen sich nicht machen. Um den Hörtest kommt also keiner herum.

Fortsetzung folgt.

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Dienstag, 17. Juli 2007
Kabel 1: Netzkabel
cut, 01:19h
Audiogeräte sind nur so gut, wie die Verbindungen unter ihnen. Das ist bekannt. Daher greift man beim Anschluss der Geräte untereinander und bei der Verbindung mit den Lautsprechern gerne zu hochwertigen Kabeln. Die Rolle der Stromversorgung wird dabei oft übersehen. Einflüsse der Stromversorgung auf den Klang entstehen an der Wandsteckdose, der Netzleiste und den Netzkabeln. Der Trafo im Gerät alleine kann diese Einflüsse nicht neutralisieren. Netzkabel nun verbinden die Netzleiste mit den Geräten oder einem aktiven Lautsprecher. Gute Netzkabel unterstützen dabei den Klang. Gegen Einflüsse vom Wandstecker her hilft oft eine gute Netzleiste mit ihren entsprechenden Filtern. Aber das ist ein anderes Thema.


Abgeschirmtes Netzkabel mit 3 x 2,5 Quadratmillimeter starken Innenleitern aus monokristallinen Kupferdrähten

Die beim Kauf von Audiogeräten mitgelieferten Beipackstrippen kann man in der Regel gleich wieder entsorgen. Selbst bei hochwertigen Komponenten sind oft nur minderwertige Standardnetzkabel beigelegt. So finden sich hier beispielsweise zumeist Kabel von geringem Querschnitt. Gute Kabel sind dagegen abgeschirmt und verfügen über starke Leiter, etwa mit einem Querschnitt von 3 x 2,5 Quadratmillimetern. Schon dies ist in der Basswiedergabe deutlich zu hören. Manche Netzkabel verfügen zudem über Mantelstrom- und Netzfilter.

Leider ist das Angebot an Netzkabeln sehr unübersichtlich. Das macht die Entscheidung beim Kauf schwer. Es gibt einen Wust unterschiedlicher Technologien und Materialien sowie zahlreiche unterschiedliche Konzepte. Eine regelrechte Wissenschaft ist daraus entstanden. Und leicht kann man ein kleines Vermögen verlieren. Laut einer gängigen Faustformel sollte man aber auch nicht weniger als etwa zehn Prozent seines Budgets in eine ordentliche Verkabelung investieren. Insgesamt wohlgemerkt. Kritische Stimmen sind ebenfalls zu finden. Diese halten das alles für Voodoo.

Aber, wer es nicht glaubt: Einfach mal ausprobieren. Ein guter Händler gibt einem gerne ein paar Kabel mit. Dann kann man sich zu Hause alles in Ruhe anhören. Wer eine Kaltgerätebuchse an seinen Geräten hat, der kann Original-Netzkabel problemlos austauschen. Perfektionisten ermitteln beim Anschluß der Kabel übrigens auch noch die Phasenlage der Netzanschlüsse. Danach entscheidet sich, wie herum der Netzstecker eingesteckt wird.

Für mich ist der Klangewinn klar. Und nicht nur bei audiophilen Tonträgern oder Naturinstrumenten. Jede Art von Musik profitiert. Der Unterschied ist eindeutig hörbar.

Die Preise für ein gutes Netzkabel liegen ungefähr zwischen 80 und 700 Euro pro Kabel (bei einer Standardlänge von 1,5 Metern).

Fortsetzung folgt.

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Sonntag, 15. Juli 2007
Müßiggang: Japanischer-Garten
cut, 22:37h

Der Japanische-Garten im Nordpark

Bis Japan sind es nur fünfzehn Minuten mit dem Rad. Zumindest bis zum Japanischen-Garten. Trotz des schönen Wetters ist er heute überraschend leer. Nur ein paar Schüler. Wunderbar. Im Gras liegen, in die Sonne blinzeln, lesen. Verpflegung und kühle Getränke parat.

Der Japanische-Garten, ein Teichgarten, ist Teil des Nordparks und wurde der Stadt Düsseldorf 1975 von seiner japanischen Gemeinde geschenkt. Federführend war dabei die japanische Industrie- und Handelskammer der Stadt.


Der Garten wird regelmäßig von Gärtnern aus Japan gepflegt

Der Nordpark selbst wurde 1937 im Rahmen der Reichsausstellung „Schaffendes Volk“, einer NS-Propagandaausstellung, eröffnet. Zwei der umliegenden Wohngebiete wurden als NS-Mustersiedlungen konzipiert und zählten ebenfalls zum Ausstellungsgelände. Bis heute handelt es sich dabei um beliebte und bessere Wohnlagen.

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Meine Chaostage, Hannover, 2. bis 4. August 1996
cut, 02:25h


Die Chaostage. Einmal bin ich auch dort gewesen. Im Jahr 1996. Zusammen mit einem guten Freund. Zu dem Zeitpunkt habe ich in Aschaffenburg gewohnt. Freitagabends bin ich daher erst einmal nach Düsseldorf gefahren, um ihn abzuholen. Kurzer Stopp, die Sachen ins Auto und weiter nach Hannover. Hannover kannte ich bis dahin nur von der CeBIT. Die Stadt hatte in Punkrock-Kreisen aber einen ausgezeichneten Ruf. Wir waren also gespannt. Die Stimmung bei uns war aber auch etwas angespannt, denn am 25.Mai war ein Verbot der Chaostage erlassen worden. Seit dem 26. Juli bestand zudem ein elftägiges Punk-Verbot in Hannover. Und die Medien schürten eine regelrechte Hysterie. Wir rechneten daher mit allem.

Irgendwann in der Nacht kamen wir an. Wir kannten keinen Menschen in der Stadt und hatten keine Lust auf irgendein versifftes AZ. Die Heimatfront war auch schwach vertreten. Daher hatten wir weiter nichts vor. Außerdem waren wir müde. Schnell noch zum Kiosk. Ein paar Pullen Bier mussten jetzt schon noch sein. Dann haben wir uns mit unseren Schlafsäcken auf die Suche nach einem Park mit ein paar Bänken gemacht. Den haben wir auch gefunden. Die Nacht war lausig und ich wurde ziemlich früh wach. Auf meinem Schlafsack raschelte etwas. Ein Eichhörnchen. Da die Bänke neben ein paar Abfalleimern standen, nutzten uns mehrere davon als Anlaufbahn. Um in die Tonnen zu springen. Eigentlich ja ganz putzig. Das war dann auch fast schon das Aufregendste, was wir erlebten. Die Polizeipräsenz war erdrückend. Nichts passierte. Nirgendwo war etwas los.

Das hatte seine Gründe. Die Chaostage 1996 waren aus rechtstaktischen Gründen im Vorfeld als Versammlung eingestuft und dann per Allgemeinverfügung verboten worden. Sicherheit und Ordnung sollten zudem mit einem Großaufgebot von mehr als 6000 Polizisten gewährleistet werden. Doppelt so viele Polizisten wie ein Jahr zuvor. Insgesamt wurden in Hannover dann auch über 2000 Platzverweise und Aufenthaltsverbote erteilt. Jeder, der verdächtig aussah, bekam relativ rasch einen verpasst. Verfassungsrechtlich nicht unbedenklich. Aber konsequent umgesetzt. Passiert ist uns allerdings nichts. Wir sahen zu brav aus.

500 Journalisten waren auch da. Wir mussten wohl Stars sein. Irgendwann hieß es dann, die Chaostage seien in Bremen. Also sind wir nach Bremen gefahren. Schöne Stadt. Die Chaostage haben wir da aber auch nicht gefunden. Daher gings wieder zurück. Ab nach Hause. Schließlich mussten wir am Montag zurück ins Büro. Da gehört man zeitig ins Bett.

Ich fuhr damals übrigens ein Nissan Sunny Coupe. Baujahr 1990, glaube ich. Der schönste Wagen, den ich je gefahren bin. Heute sieht man ihn ja nur noch sehr selten. Und dann fast immer verspoilert. Sehr zu seinem Nachteil. Eigentlich ist das Auto aber eine klassische Schönheit. Leider hatte ich mit dem Wagen ein Jahr später dann einen kleinen Unfall und musste ihn gezwungenermaßen verkaufen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich kein Geld für die Reparatur. Schade, war ein schönes Auto. Und wir haben viel zusammen erlebt.


Die klassische Schönheit lässt sich selbst auf diesem Foto noch erahnen

Schröders Hannover-Disaster beim Master.

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Gebe ich uneingeschränkt zurück! Immer eine...
by sid (2020.03.11, 00:39)
Es ist nicht zu glauben....
Es ist nicht zu glauben. Langsam fühle ich mich...
by cut (2020.03.10, 16:17)
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?Im übrigen bin ich der Meinung, daß dieser Staat zerstört werden muß.?

Rosa Luxemburg

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